Um 10 Uhr waren wir dann pünktlich in Ernakulam im Bundesstaat Kerala. Dort hatten wir schon ein Hotel gebucht, dass sich allerdings als recht teuer und nicht gerade gut gelegen erwies. Nach einigen heftigen Diskussionen unter uns, die vor allem auf akute Müdigkeit zurück zu führen waren und einer vergeblichen Suche nach Alternativen, sind wir dann für zwei Nächte dort geblieben. Das Hotel war dann unser Startpunkt für einige Touren zur Halbinsel Fort Kochin, die die eigentliche Touristenattraktion der Region darstellt, und zu einer anderen, naheliegenden Halbinsel mit dem Namen Vypeen. Auf Vypeen habe ich den bisher schönsten Strand Indiens gesehen, was vor allem auch an der Unberührtheit liegt. Dort gibt es weder große Bars oder Stände, sondern einfach nur Palmen, Strand, Meer und Ruhe. Auf Fort Kochin haben wir einige nette Läden besucht und einfach das „kolloniale Flair“ genossen.
Nach zwei richtig schönen Tagen, ging es an Tag 3 mittags mit dem Bus Richtung Munnar, das in den Bergen(Western Ghats), circa 60km von der Küste Keralas entfernt, liegt. LEIDER hatten wir nur nur einen Kurztrip eingeplant, der eine Übernachtung beinhaltete, denn Munnar hat viel zu bieten, was man in den flachen Küstenregionen nicht findet. So ist die gesamte Region voller Tee, der ganze Berge bedeckt und bis an den Straßenrand gepflanzt ist und außerdem gibt es einige Seen und einfach gewisse Stellen, mit einer unglaublichen Aussicht. Das einzige, was wirklich nicht schön war an der Tour, war die sechs-stündige Busfahrt, die größtenteils über kurvige Bergstraßen führte. Mein Magen war sowohl von der Hinfahrt, als auch von der Rückfahrt stark mitgenommen!
Nach unser Rückkehr nach Ernakulam, am Abend des vierten Tages, sind wir direkt weiter mit der Fähre nach Fort Kochin, um dort in ein von mir gebuchtes Hotel zu gehen. Dieses war natürlich nicht frei, denn der Besitzer hatte einfach mal den Tag verwechselt und so bin ich mit Fabi und Lorenz ganz spontan, aber schon mit etwas Routine, losgezogen, um ein neues Hotel zu finden. Das lief dann wie geschmiert und wir haben eine Nacht zu siebt in einem großen Zimmer gepennt, dass wir für einen richtig geilen Preis bekommen haben. Zudem war das Hotel echt gemütlich und das Essen im dazugehörigen Restaurant war auch sehr gut. Das ganze Ambiente konnten wir aber nicht richtig genießen, da wir am nächsten Morgen schon um halb 8 am Festland, beim Fähranleger von Ernakulam sein mussten, um mit einem Privatbus zur Backwater-Tour zu gelangen. Nur zur Erklärung: Die Backwater sind riesige Flussstränge, die sich einige Kilometer hinter der Küstenlinie befinden und eine der Hauptattraktionen der Region darstellen. Wir hatten eine vier-stündige Tour gebucht, die uns auf einem Backassen großen Bambus Boot, mit circa 20 Passagieren, durch die Backwaters führte. Die Tour war leider aufgrund des wirklich langweiligen und nervigen Gerede des Tour Guids nur mittelmäßig. Wir haben aber einfach versucht, die Idylle rundherum zu genießen und ihn auszublenden, was uns auch relativ gut gelungen ist. Nach dem Ende der Tour und einem kurzen Mittagessen, gings dann mit dem Jeep zurück und wir haben noch einige Stunden auf Fort Kochin verbracht, um etwas durch die Gassen zu laufen und noch mal einen Kaffee zu trinken. Um 17:30 Uhr fuhr dann unsere Bahn pünktlich nach Chennai ab...
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