Freitag, 17. September 2010

Oriya, Alltag in Semiliguda

Erst mal: Mir gehts sehr gut und die Stimmung ist bei allen von uns 7 super!
...aber... die letzten Tage waren sehr vom Oriya-Unterricht geprägt, weshalb meine Tage hier recht gleich aussahen. Morgens von 8 bis 9 Unterricht und dann bis Mittag Vokabeln lernen. Danach entspannen, lesen, ins Internet gehen oder Motorradfahren und dann von 4 bis 6 noch mal Oriya. So hab ich aber genug Zeit euch über meine ersten Tagen hier ein bisschen genauer zu informieren!

Meine Ankunft und die erste Woche:

Am Montag wurden wir um 12 Uhr vom Flughafen in Vishakapatnam abgeholt. Dann gings 5 Stunden lang nach Semiliguda. Die Fahrt hat mir schon einen guten Eindruck vermittelt, wie hier in Indien der Verkehr läuft: Hupen ist Pflicht! Wir hatten auf jeden Fall befürchtet, dass wir noch eine „Empfangstortur“ mitmachen müssen, doch wir wurden nett, aber zum Glück ohne großes Tamtam empfangen, denn wir waren einfach erledigt. Wir konnten direkt zu den Zimmern und sind nach kurzer Besprechung direkt ins Bett.
Nach 12 Stunden Schlaf gab es eine Vorstellung von Projekten und Mitarbeitern. Alles sehr freundliche und offene Menschen. Die wichtigsten sind Stanley, seine Frau Sashi und ihr Sohn Sushant, die die Organisation leiten. Sushant ist schon in diesen ersten Tagen zu unserer ersten Ansprechperson geworden. Er ist Mitte 20, unterstützt uns beim Sprachkurs und ist ein richtig netter Kerl. Außerdem hat er mit uns schon ein bisschen gejamt, uns Urlaubspläne gezeigt, und allgemein alles organisiert.
Nach der Vorstellung ging es dann zu einem kleinen Markt, der 15 Minuten entfernt liegt. Ist ein ganz netter kleiner Markt mit vielen kleinen Läden, die eigentlich alles haben, was man hier braucht. Verständigung läuft da meistens mit schlechtem Englisch und Oriyabrocken.
Grad gestern war ich wieder da und hab mit Fabi noch ein paar Bilder geschossen, dann wisst ihr mal wies da genau aussieht. Auf jeden Fall haben wir uns da erst mal mit mehren Kleinigkeiten, wie indischen Keksen, Schokolade und anderem eingedeckt, nach dem Motto, alles mal ausprobieren!
Deshalb haben wir auch schon indisches Frühstück über uns ergehen lassen, sonst kriegen wir nämlich Cornflakes, Bananen, Toast und Marmelade. Das war wirklich nicht der Knüller, man könnte sagen es war ekelhaft, wie Lorenz, der gerade neben mir sitzt, meinte. Ich hab das nämlich schon wieder verdrängt. Ansonsten muss ich aber sagen, dass das Essen zwar fast immer aus Reis und Gemüse besteht und nicht wirklich abwechslungsreich ist, aber insgesamt doch recht lecker ist! Jetzt haben wir auch zum ersten mal selber gekocht. Es gab Pfannkuchen von Sven, die schön fettig waren, da hat man erst gemerkt, wie groß der Unterschied ist, wie fettlos hier gekocht wird... gibt halt meistens nur Gemüse.

In der nächsten Zeit wird sich mein Alltag ein wenig ändern, denn nun rückt langsam die Organisationsarbeit in den Mittelpunkt. Der Sprachkurs wird zwar noch knapp 2 Wochen gehen, aber wir werden öfter mal mit den Mitarbeitern in kleinere Dörfer fahren und sie und ihre Arbeit besser kennenlernen, bis wir dann in unsere, immer noch nicht bekannten, Dörfer kommen.

Was mir gerade noch eingefallen ist... wir haben Besuch bekommen von Ashau und seinem Cousin, einem Inder, der für 1,5 Jahre in Schleswig gearbeitet hat. Er ist sehr sehr nett und hat uns für alles Hilfe angeboten. Außerdem hat er uns auch für den 26.09 zum Gottesdienst in seiner Heimatstadt Koraput(ca. 20 km entfernt) eingeladen.
An diesem Sonntag(19.09) werden wir mit Sushant nach Jeypore fahren und da in der Hauptkirche der Region an einem Gottesdienst teilnehmen. Die Gottesdienste hier sind meistens drei Stunden lang... ich bin gespannt und werde noch berichten!

Jetzt soll es aber auch erst mal wieder genug sein...

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