Samstag, 29. Januar 2011

Moin Moin 2011!


Ich dachte mir ich starte mit meinem Blog jetzt auch mal ins neue Jahr!

Mein Jahr 2011 hat in jedem Fall gut angefangen. Seit dem 5. Januar arbeite ich an einem Projekt der KinderNothilfe. Dabei fahr ich mit Übersetzern in die umliegenden Dörfer und befrage Kinder nach ihren Interessen, ihrer Situation und zusätzlich frage ich die Eltern nach allem, was mit ihrem alltäglichen Leben und dessen Hintergründen zu tun hat. Die Informationen kommen dann für jedes Kind einzeln in ein Buch. Danach schreibe ich die Infos dann noch aus den Büchern auf mein Netbook. Mein Alltag sah die letzten Wochen so aus, dass ich morgens um 9 die Dörfer gefahren bin, um 3 bis 4 zurückgekommen bin und dann noch bis abends abgetippt habe. Man kann sagen, ich habe das erste mal hier in Indien wirklich sehr viel zu tun gehabt und es war etwas stressig. Mitlerweile ist aber alles wieder etwas entspannter, auch wenn die Reports bis Ende Januar fertig sein müssen.
Neben der Arbeit, die jetzt endlich da ist, hat sich aber auch eine andere Sache verändert und zwar haben wir, wie ich auch schon bei Facebook glücklich vermeldet habe, einen Führerschein fürs Motorrad bekommen. Das krasse daran ist, dass es am Ende des letzten Jahres noch hieß, es werden keine Lizenzen mehr an Ausländer in dieser Region vergeben, weil Maoisten hier immer mehr zum Problem werden und man kein Risiko eingehen will. Doch jetzt auf ein mal hat sich alles geändert. Lag vor allem daran, dass Stanley, mein Chef, etwas Druck gemacht hat und ein indisches nein kein deutsches nein ist. Zu den Maoisten muss ich noch mal eben ein paar Sätze verlieren. Die Maoisten sind in Indien eine Gruppierung, die sich gegen Korruption und Ungerechtigkeiten in der Politik richtet und gewalttätig dagegen vorgeht. Unter anderem wurden ein paar Monate vor unser Ankunft auch Straßenbauer hier in der Nähe der Dörfer ermordet, weil sie angeblich korrupt waren. Die Maoisten leben hier im Semiliguda Block in den Wäldern und suchen immer wieder Unterschlupf in den Dörfern. Mittlerweile sind auch Soldaten der Regierung hier, die gegen die Maoisten kämpfen und sie vertreiben wollen. Ist eine schwierige Situation, vor allem für WIDA, die sich auf keine Seite stellen können, denn wenn sie sich für die Maoisten einsetzten, würde die Regierung dagegen vorgehen und wenn sie sich für die Regierung einsetzten, würden die Maoisten eine viel zu große Gefahr darstellen. - hoffe, dass ist einigermaßen verständlich geworden!
Nun aber noch mal zu meinen Plänen für die nächsten Monate. Am nächsten Freitag geht es endlich in den Urlaub. Ich freu mich schon so krass drauf endlich noch mehr von Indien zu sehen und das ist bei unser Route auf jeden Fall gegeben! Die Tour lautet: Vishakhapatnam – Mumbai – Goa – Eranakulam(Kerala) – Chennai – Chirala(Hochzeit von Chinni, unserm Freund und Sohn der Stanleys) – Madurai – Vishakhapatnam. Falls ihr keinen Plan habt, wo das alles ist... es ist einfach eine geile Tour durch den Süden Indiens. Die zweite Tour, die im Mai geplant ist, führt mich dann ans Himalaya... die wird mindestens genau so geil!
Naja... wenn wir dann im März wieder herkommen geht’s erst mal noch ans Berichte schreiben und die Familien von Fabi, Sven und Lea kommen her. Nach unser Besprechung mit unserm Chef William Stanley, der seit langem mal wieder hier war, ist jetzt auch klar, dass wir alle noch mal einzeln, für einen Monat(Juni oder Juli), in eine andere NGO in Indien kommen. Das wird auch noch mal ne geile Erfahrung! Nun sind aber erst mal die letzten KinderNothilfe-Berichte dran und dann geht’s ab in den Urlaub :D!!!



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